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Europäische Union & Euro

Starökonom Joseph Stiglitz klagt in seinem neuen Buch den Neoliberalismus und Merkel an. Ohne Solidarunion sei der Euro nicht zu retten. Dann schon lieber eine schnelle Scheidung.

Scheitert der Euro, dann scheitert Europa, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einmal gesagt. Glaubt man Joseph Stiglitz, ist es nun so weit. Der Kontinent hat ein Jahrzehnt verloren, viele seiner Volkswirtschaften stagnieren, in Südeuropa sind 20 bis 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos – und alle Reformen in den vergangenen acht Jahren haben die Probleme Europas nicht etwa gelöst, sondern verschärft.

Der Euro hatte drei Ziele, und er hat sie verfehlt. Er hat nicht die Integration Europas vertieft, weder Wachstum noch Wohlstand verbreitet und schon gar nicht für Harmonie unter den Mitgliedstaaten gesorgt. Besser also, man beerdigt ihn.

Um das Drama der Stagnation zu beenden, stellt Stiglitz Europa vor vier Alternativen: die solidarische Vertiefung Europas zu einer Haftungsunion mit gemeinsamen Einlagenschutz, Euro-Bonds und europäischer Arbeitslosenversicherung – eine Lösung, die er als passionierter Kritiker von Ungleichheit präferiert. Die Rückkehr Deutschlands zur D-Mark. Der Austritt der Südländer. Oder eine Teilung des Euro-Raums in zwei Währungsgebiete. Allein eine Fortsetzung des muddling through, eine Politik des Durchmogelns, die Misstrauen säe und internationale Animositäten schüre, die zwar „den Kollaps des Euros verhindert, aber auch Europas ökonomische Wiederauferstehung“, lehnt Stiglitz entschieden ab. Die Europäische Union, so der jederzeit thesenstarke Starökonom, sei zu wichtig, um sie auf dem Altar des Euro zu opfern.

Dieter Schnaas

Autorisierte Quelle: Geldbrief, Abonnements mit Rabatt bei marketlettercorp.com

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