Exclusive News behind the News, by G. Kurtz and others worthy to be copied

Was tun, wenn Bargeld stirbt

Schäuble redet schon von einer Obergrenze:
Was Sie jetzt tun können,
um für ein Leben ohne Bargeld vorzusorgen

Eines gleich vorneweg: Auch wenn immer mehr Spekulationen über ein Ende von Bargeld durch die Medien geistern, glaube ich nicht wirklich, dass es in absehbarer Zeit zu einer Abschaffung von Bargeld kommt, oder gar zu einem Verbot. In dem Fall macht mir ausnahmsweise Deutschland Hoffnung, wo nicht mal Kreditkarten richtig verbreitet sind und sich kaum einer ein Leben ohne Bargeld vorstellen kann. Ich meine, so ein Schritt würde mehr Proteste auslösen als Merkels Einwanderer-Politik. Die meisten von Ihnen werden ähnlich denken. Aber was ist, wenn wir uns alle irren – weil wir uns einen so drastischen Schritt einfach nicht vorstellen können? Wie auch immer – es kann kein Schaden sein, das Szenario eines Lebens ohne Bargeld einmal durchzuspielen und sich für alle Fälle Auswege zurecht zu legen. Einige der hier genannten Lösungen machen übrigens nicht erst Sinn, falls Bargeld tatsächlich verboten werden sollte – sondern schon jetzt als sinnvolle Alternativen.

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Gerade erreichte uns die Meldung, dass die EZB intern bereits beschlossen habe, den 500-Euro-Schein abzuschaffen! Das wäre einerster Schritt in Richtung Bargeld-Beschränkung. Bargeld, schreibt gerade »Sicheres Vermögen«, schützt vor Negativzinsen. Deshalb wolle die EZB die Bargeldhaltung vor allem für die Banken teuer machen. Wenn Draghi die Zinsen noch viel weiter ins Negative drücke, würde die Zinslast irgendwann die Kosten der Bargeldhaltung übertreffen, und Banken würden ihre Reserven lieber in bar halten. Dies werde erschwert, indem Draghi den für das Bunkern von Bargeld idealen 500-Euro-Schein aus dem Verkehr zieht. Soviel zur aktuellen Entwicklung.
Nehmen wir also mal an, die Regierung plane wirklich so bald wie möglich ein Verbot von Bargeld – wie würde sie dabei vorgehen? Da gibt es mehrere Wege:

Für ein Bargeld-Verbot in Deutschland
wäre erst ein schwerer Anschlag nötig

–– Die Schweden-Lösung: Bargeld wird nach und nach immer schneller durch elektronische Zahlungsformen ersetzt, bis Sie am Ende so gut wie nichts mehr bar bezahlen können. Wahrscheinlichkeit: In Deutschland eher niedrig, denn es würde viel Zeit vergehen, bis ein ganzes Volk freiwillig seine Zahlungsgewohnheiten ändert.
–– Beschränkung per Gesetz: Zuerst werden Obergrenzen eingeführt, die dann immer weiter gesenkt werden. Wahrscheinlichkeit: hoch! Mit Schäubles Forderung eines Bargeld-Verbots für Zahlungen über 5.000 Euro hat dieser Prozess bereits begonnen – wobei Bargeld erstmal nicht ganz abgeschafft, aber stark beschränkt wird.
Sollte entgegen den Aussagen aus der Politik für die gesamte EU ein komplettes Bargeld-Verbot vorgesehen sein, so ist dies zumindest in Deutschland am leichtesten zu erreichen, indem etwas passiert, was das ganze Land in einen Schockzustand versetzt. Vielleicht müsste es in Berlin zu einem Anschlag wie in Paris kommen, aber mit der vielfachen Zahl an Opfern. Oder noch besser in mehreren Städten gleichzeitig. Wenn die Politik dann mit Hilfe der Medien gebetsmühlenartig wiederholt, dass sowas nur möglich gewesen sei, weil die Waffen dafür am Schwarzmarkt bar bezahlt wurden, würden vermutlich viele Deutsche freiwillig nach einem Bargeld-Verbot rufen. Wenn nicht, würden es die Medien einfach behaupten. Da würde auch die Bildzeitung, die bisher so tut, als verteidige sie Bargeld, ganz schnell ihre Meinung ändern müssen.
Dann würde das Verbot ohne grosse Debatte durch den Bundestag gepeitscht und verkündet, mit einer gewissen Frist sicherlich, in der Bürger, Handel und Wirtschaft die nötigen Vorbereitungen zu treffen hätten. Die Freiheit, Geld vom Konto abzuheben – etwa um anonym Gold und Silber zu kaufen – würde in dieser Gnadenfrist vermutlich schon stark eingeschränkt.

Wie Sie die Nachteile eines Lebens ohne Bargeld am besten vermeiden

Ob es nun das Verbot von Bargeld ist oder ein beliebiger anderer Schritt zur Einschränkung persönlichen Freiheiten: Alles was Politiker brauchen, um bürgerfeindliche Pläne ihrer Auftraggeber in die Praxis umzusetzen, ist die vielfach herbeigesehnte »richtig grosse Krise«.
Da kann nicht schaden, wenn wir uns schon mal auf solche drohenden Szenarien einstellen und sinnvolle Vorbereitungen für ein Leben ohne Bargeld treffen. Sehen wir uns also an, welche Alternativen uns bleiben … oder um genau zu sein, wie wir Nachteile, die uns durch das Verschwinden von Bargeld entstehen würden, am besten vermeiden.
Tatsächlich gibt es eine Reihe von Lösungen sehr unterschiedlicher Art. Wenn es sich zum Beispiel einbürgert, anstelle mit Bargeld künftig mit Silbermünzen zu zahlen, so tragen Sie diese in der Hosentasche bei sich. Silber wäre das neue Bargeld. Wenn Sie sich lieber für Bitcoin entscheiden, so ist das natürlich kein Bargeld – aber viele Nachteile einer bargeldlosen Zeit vermeiden Sie damit trotzdem.
Falls Sie Bargeld lieben, weil Sie meistens schwarz arbeiten und keine Lust haben, Steuern zu zahlen, so können Sie sich künftig auf Tauschbasis in Waren oder Dienstleistungen bezahlen lassen, die Sie selbst brauchen oder als Tauschmittel verwenden. Oder Sie machen es besser gleich so, dass Sie Ihre bestehende Steuerpflicht in Deutschland (Österreich, Schweiz etc.) beenden, indem Sie Ihren Wohnsitz in ein unproblematisches Land verlegen. So können Sie Konten eröffnen, wo Sie wollen und in aller Welt mit Ihren Kreditkarten zahlen, ohne sich grosse Gedanken über die elektronische Spur zu machen, die Sie natürlich hinterlassen – die aber niemanden interessiert, weil Sie ja nichts Ungesetzliches tun.

Ihr erster Schritt: Lassen Sie nicht
mehr Geld am Konto als unbedingt nötig

Kommen wir also zu den Alternativen in einer bargeldlosen Zeit, von der wir ahnen, dass sie eines Tages kommen wird; nur wann wissen wir nicht. Nicht alle der hier genannten Lösungen sind ein Ersatz für Bargeld, aber – was ja der entscheidende Punkt ist – sie machen die Nachteile wett und eliminieren die vielfachen nicht akzeptablen Risiken, die mit einem Verbot von Bargeld auf uns alle zukommen:
–– die elektronische Spur, mit der jeder Ihrer Schritte bis ins kleinste Detail verfolgt werden kann,
–– kein Ausweg mehr vor negativen Zinsen, Bankpleiten oder neuen Steuern, die dann direkt von Ihrem Konto abgebucht werden,
–– dem Extremfall, dass Behörden Personen, die sich irgendwie bei der Obrigkeit unbeliebt machen – zum Beispiel, indem sie öffentlich nicht mehr zulässige Meinungen äussern – einfach mit einem Mausklick finanziell abschalten.
Viele hier genannten Auswege haben eins gemeinsam: Sie bereiten diese am besten vor, solange es noch Bargeld in seiner heutigen Form gibt. Ist es erst einmal abgeschafft und verboten, kann es für vernünftige Alternativen zu spät sein. Ihr erster Schritt sollte es sein, Ihre Guthaben von der Bank abzuziehen und nur soviel am Konto zu lassen, wie Sie unbedingt brauchen, etwa für regelmässige Abbuchungen.

Noch können Sie Gold und Silber bis 15.000 Euro anonym bar bezahlen

Damit wir uns nicht missverstehen: Sie werden natürlich in einer bargeldlosen Zeit ein Konto brauchen, wenn Sie in Europa leben. Nur dürfte es aus genannten Gründen sinnvoll sein, darüber möglichst wenig abzuwickeln und kein Geld bei der Bank anzusparen. Nutzen Sie für beides lieber andere Kanäle. Hier Ihre wichtigsten Auswege…
–– Gold und Silber: Die wertvollen Metalle haben beste Chancen, Bargeld zu ersetzen. Beide gibt es in Münzen, zum Beispiel Krügerrand oder Maple Leaf, eine Unze zur Zeit 1.122 Euro für Gold bzw. 19 Euro für Silber. Es gibt auch kleinere Stückelungen, so dass sich Silber für den Einkauf anbietet und Gold für die Aufbewahrung grösserer Summen. Gold gibt es ohne Mehrwertsteuer, auf Silber werden 19 Prozent fällig. Wenn Sie persönlich zu einem Händler gehen (Beispiel Pro Aurum www.proaurum.de), müssen Sie sich bei Barzahlung erst ab 15.000 Euro ausweisen, bis einen Cent darunter geht es anonym – jedenfalls bis die von Schäuble bereits geforderte Obergrenze für Barzahlung eingeführt wird. Allerdings kann es bei Gold und Silber auch ein Problem geben. Sollten sich beide Metalle tatsächlich als Geld der Zukunft etablieren, kann ihr Besitz natürlich ebenfalls verboten werden. Ihren Wert verlieren sie dadurch nicht, nur Kauf und Verkauf werden dann zum Problem.

Das Problem von Bitcoin: Es wird leider noch zu selten akzeptiert

–– Bitcoin: Wie gesagt, Bargeld ersetzt es nicht, aber Sie bewegen sich damit anonym ausser dem herkömmlichen Banken- und Finanzsystem. Ihre Transaktionen können nicht nachverfolgt werden, so jedenfalls der aktuelle Wissensstand. Bitcoin könnte für den Verbraucher das beste Zahlungsmittel
überhaupt sein, wenn es flächendeckend akzeptiert würde.
Bis das nicht der Fall ist, brauchen Sie immer wieder mal eine Schnittstelle zu einer herkömmlichen Währung wie Euro oder Dollar. Diese Tauschbörsen, bei denen Sie Bitcoin kaufen oder verkaufen, sind vermutlich die grössten Schwachstellen des gesamten Systems, weil es Bitcoin-Nutzer für Ermittler sichtbar macht.
Andere Bitcoin-Risiken sind die stark schwankenden Kurse, was bereits viele Trader auf den Plan gerufen hat. Ausserdem wird manchen die Tatsache von der Nutzung abhalten, dass Bitcoin technisch eine ziemlich komplexe Angelegenheit ist. Ich selbst wollte Bitcoin schon vor fast drei Jahren als Zahlungsmittel installieren. Aber da musste sich mein Techniker selbst erst informieren. Dann ist er gestorben, und der Vorgang landete bei mir erstmal auf einer ellenlangen Liste unerledigter Fälle.
Was Bitcoin zu etwas Besonderem macht und auch von anderen virtuellen Währungen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es hier keine Zentrale gibt. Überweisungen finden direkt zwischen Absender und Empfänger statt, ohne jede Instanz dazwischen. Das sorgt für Diskretion, bringt aber auch ein Risiko mit sich: Alle Ihre Bitcoins sind in der virtuellen Geldbörse aufbewahrt, die Sie als Software auf Ihren Computer laden – und nur dort. Keine Bank weiss, wie viel Sie besitzen. Wenn Ihr Computer kaputt geht oder gestohlen wird – oder wenn Ihre Tasche verloren geht, in der Ihr Laptop und die externe Festplatte mit der Sicherheitskopie waren – dann ist das genau so, als wenn Sie eine Brieftasche mit Geldscheinen verlieren: Ihr Geld ist weg!

Die Bitcoin-Tauschbörsen
sind der wunde Punkt des gesamten Systems

Das ganze Thema Bitcoin ist eine ziemlich komplizierte Sache, die viel Recherchen erfordert und den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Ich hoffe, dass ich Ihnen in einer der nächsten Ausgaben einen umfassenden Text über Bitcoin anbieten kann. Bis dahin versuchen Sie es am besten mal hier.
Auch hier ist der Risikohinweis angebracht, der für Gold und Silber gilt: Sollte sich diese virtuelle Währung zu einer gefährlichen Konkurrenz zum bestehen Finanzsystem entwickeln, dürfen Sie davon ausgehen, dass Washington etwas dagegen unternehmen wird.
Am einfachsten geht das heute vermutlich bei den Tauschbörsen, die Schnittstellen zur richtigen Welt sind, und damit mangels flächendeckender Akzeptanz der wunde Punkt des ganzen Systems. Eine Aufstellung, wer Bitcoin heute bereitsakzeptiert, finden Sie hier: https://de.bitcoin.it/wiki/Handel

Tauschkreise und Parallel-Währungen:
oft von der Zentralbank geduldet

–– Tauschhandel und Parallelwährungen: Viele kritische Menschen in Deutschland und Europa werden sich nicht mit dem Märchen vom Terror abspeisen lassen, der angeblich durch Bargeld überhaupt erst möglich werde – worüber gewaltbereite Islamisten vermutlich nur lachen und womöglich lieber kaum zu kontrollierende Hawala-Transfers nutzen.
Wo Bargeld abgeschafft wird, werden immer mehr Menschen nach Ersatz suchen. Neue Ideen und Kunstwährungen werden entstehen und wieder verschwinden, im Internet und in der richtigen Welt. Bestimmte Waren werden wieder als Zahlungsmittel genutzt; es müssen ja nicht immer Schnaps und Zigaretten sein, wie auf dem Schwarzmarkt nach dem Krieg.
Der Tauschhandel wird neu belebt werden. Tauschkreise werden boomen, neue entstehen. Sie alle müssen zwangsläufig irgend eine Art Verrechnungseinheit nutzen. Dabei beginnt bereits ihr Problem, denn wie auch immer sie das nennen, es ist natürlich Geld. Damit verstossen sie streng genommen gegen das Währungsmonopol der Zentralbank, die solchen Versuchen mit Hilfe der Staatsgewalt ein schnelles Ende machen kann, wenn sie es will. Aber will sie das auch wirklich?
Tatsache ist, dass es bereits heute in den meisten Ländern eine ganze Reihen solcher Parallelwährungen gibt, sogenannte Komplementär-Währungen. Sie haben eine ganze Reihe praktischer Vorteile, wie die Geschichte zeigt. Gar nicht selten werden solche meistens örtlich begrenzten Währungen von der Zentralbank geduldet oder, wie etwa in Neuseeland, sogar gefördert. In den USA ist der Handel, der in einer solchen Parallelwährung abgewickelt wird, sogar ganz offiziell von der Steuer befreit. Sehen wir uns also dieses hoch interessante Thema etwas näher an, das in kommenden Jahren sicher stark an Bedeutung gewinnen wird – und einige dieser funktionierenden Währungen in Vergangenheit und Gegenwart…

Einkommen in Time Dollar
sind in den USA ganz offiziell steuerfrei

–– Time Dollar: Der alte Joe sieht nicht mehr gut und kann deshalb nicht mehr Auto fahren. Er braucht aber ein Paar Spezialschuhe, die es nur am anderen Ende der Stadt gibt. Julia stellt sich für die Fahrt zur Verfügung und ist eine Stunde unterwegs. Sie erhält dafür ein Guthaben in Höhe eines Time Dollar. Joe ist dagegen mit einer Stunde bzw. einem Time Dollar im Soll. Beides wird im Büro des Verwalters am Schwarzen Brett schriftlich festgehalten.
Julia kann ihr Guthaben für einen Kuchen verwenden, den eine Nachbarin gebacken hat. Joe kann sein Soll durch Gartenarbeit ausgleichen, was ihm sein schwaches Sehvermögen erlaubt. Würde Joe im Garten von Julia arbeiten, wäre es ein einfaches Tauschgeschäft. Aber weil es viel mehr Möglichkeiten eröffnet, Angebot und Nachfrage im grösseren Kreis zu verrechnen, wird als Einheit der Time Dollar verwendet, der jeweils einer Stunde entspricht.
Das System des Time Dollar ist eine Erfindung von Professor Edgar Cahn im Jahr 1986. Zuerst war es nur für Rentner-Wohnanlagen in Florida, ein Sozialprojekt in Washington und einen Schulbezirk in Chicago geplant. Inzwischen gibt es Hunderte anderer Nutzer. Time Dollar funktionieren denkbar einfach. Sie entstehen aus einer Vereinbarung einer Gemeinschaft, etwas als Tauschmittel zu verwenden: in diesem Fall die Einheit einer Arbeitsstunde.
Die Kosten, um so ein System am Laufen zu halten, liegen nahe Null. In kleinen Gemeinden reichte früher ein Schwarzes Brett oder ein Notizblock. Heute erfüllt eine Software diesen Zweck, die Sie für 25 richtige Dollar im Internet kriegen: timebanks.org
Time Dollar funktionieren überall auf der Welt, und sie festigen angeblich die Beziehungen in einer Gemeinschaft. Zum Erfolg in den USA trägt sicher bei, dass die Steuerbehörde IRS allen Transaktionen in Time Dollar ganz offiziell Steuerfreiheit bescheinigt hat.

Ithaca Hours:
Der Erfinder der Lokalwährung hat die Funktion der »Zentralbank«

Anders funktioniert das etwas aufwendigere System von Ithaca Hours, der ältesten lokalen Währung in den USA, die heute noch existiert. Sie wurde 1981 in der ärmlichen Universitätsstadt Ithaca im Staat New York gegründet, um die heimische Wirtschaft zu stärken und hat längst in anderen Städten und Bundesstaaten Nachahmer gefunden. Die Ithaca Hours funktionieren zusammen mit einer Lokalzeitung, die alle zwei Monate erscheint und Unternehmen sowie Personen am Ort vorstellt, die Ithaca Hours akzeptieren.
Der Wert einer Ithaca Hour ist 10 Dollar, was etwa dem Preis einer Arbeitsstunde entspricht. Ithaca Hours existieren als Papiergeld, gut gestaltet, gedruckt und nummeriert. Sie sind allerdings nicht durch Dollar gedeckt und können auch nicht umgetauscht werden.
Es ist eine reine Fiat-Währung, bei der Paul Glover, Initiator und Herausgeber der Zeitung, als Zentralbank fungiert. Die meisten Hours werden über die Inserenten in der Zeitung ausgegeben, die pro Anzeige Scheine im Wert von vier Stunden erhalten. Das Blatt erreicht in Ithaca und Umgebung etwa 100.000 Leser. Es hat immer um die 1.200 Einträge, von denen rund 200 von Unternehmen stammen. In letzter Zeit ist das Interesse gesunken, seit sich der Gründer zurückgezogen hat.

Das Wunder von Wörgl wurde gestoppt, weil es zu erfolgreich war

Im österreichischen Wörgl lebten 1932 etwa 4.200 Menschen, von denen 500 arbeitslos waren. 200 Familien waren völlig verarmt. Bürgermeister Unterguggenberger hatte eine lange Liste dringender Arbeiten. Auch arbeitswillige Bewohner gab es genug, aber die Stadt hatte kein Geld. Da überzeugte der Bürgermeister örtliche Kaufleute von einem Experiment:
Sie gaben Freigeld heraus, den Wörgler Schilling, der durch Hinterlegung des gleichen Betrags bei der Raiffeisenkasse abgedeckt und an den Schilling gekoppelt war. Mit diesem Geld wurde das erste Projekt auf der Liste finanziert. Die Arbeiter konnten mit dem neuen Geld nur im Ort einkaufen gehen. Das Wichtigste dabei war aber ein kleiner, entscheidender Trick: Weil die Scheine zum Monatsende zur Verlängerung mit einer Marke beklebt werden mussten, die ein Prozent des Nennwertes kostete, gab jeder, der mit Freigeld bezahlt wurde, dieses möglichst im gleichen Monat aus und verschaffte damit automatisch anderen Arbeit.
In kurzer Zeit senkte Wörgl seine Arbeitslosen um 25 Prozent. Die von der Stadt eingenommenen 12 Prozent im Jahr wurden für öffentliche Zwecke ausgegeben.
Bald hatte Wörgl neue Strassen, eine bessere Wasserversorgung, neue Häuser, eine Brücke und eine Skischanze. Der Grossteil der Arbeiten wurde durch den Umlauf des Freigeldes geschaffen, nachdem die ersten vom Bürgermeister angestellten Arbeiter es ausgegeben hatten. Jeder Schilling des Freigeldes schuf durch den Anti-Hortungs-Mechanismus angeblich 12 bis 14 mal so viele Arbeitsplätze wie normale Schillinge.
Das Wunder von Wörgl sprach sich herum Nachbargemeinden kopierten es mit Erfolg. Sogar der französische Ministerpräsident kam zu Besuch. Als der Bürgermeister begann, vor Vertretern anderer Städte zu werben und 200 Gemeinden in Österreich das System übernehmen wollten, kam bei der Zentralbank in Wien Panik auf: Das System Wörgl wurde verboten.

Autorisierte Quelle: Leben im Ausland

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