Exclusive News behind the News, by G. Kurtz and others worthy to be copied

Automatischer Auskunftsverkehr (AIA)

Hier geistern immer wieder falsche Jahreszahlen durch die Landschaft. Nochmals, aktueller Stand: Liechtenstein (sog. early adopter) sammelt die Daten ab 01.01.2016 – also bereits jetzt. Diese Daten (aus 2016) werden dann voraussichtlich im Herbst 2017 an das deutsche Bundeszentralamt für Steuern gemeldet. Konkret: In Form von elektronischen Datensätzen, die erst einmal gesichtet, bearbeitet und sortiert werden müssen. Also voraussichtlich keine „Weitermeldungen“ durch die Zentralstelle an die zuständigen Veranlagungsämter vor Anfang 2018. Ausnahmen: Für 2016 werden in Liechtenstein nur Finanzkonten mit hohem Wert (über 1 Mio.) erfasst. Verbindlich will das jedoch keiner bestätigen! Und die Schweiz? Wie oben, nur alles (voraussichtlich, vorbehaltlich der endgültigen nationalen Umsetzung!) um 1 Jahr später, also automatische Datenerfassungen erst für das Jahr 2017 und Weitermeldung nach Deutschland erstmals im Herbst 2018. Andorra hat den Vertrag zum AIA mit der EU soeben am 12. Februar 2016 in Brüssel abgeschlossen und meldet „alles von allen“ ab 2018 mit den Daten von 2017. Rückwirkend werden Konten, die vor dem 31.12.2016 bestanden haben, nur gemeldet, wenn der Betrag über 250‘000 Dollar liegt. Gruppenanfragen: Also Anfragen wie „Wer hat in 2014 sein Schweizer Bankkonto liquidiert und den Saldo z.B. nach Singapur transferiert?“ können vom deutschen Fiskus bereits jetzt an die Schweiz gestellt werden. Das hat mit der Einführung des AIA nichts zu tun. Dieses Risiko ist bereits jetzt ständig vorhanden.

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