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Die Schweizerische Nationalbank

Mit der Aufhebung der Stützungsgrenze für den Euro (bei 1.20) hat die Schweizerische Nationalbank klar manifestiert, dass sie sich nicht gegen die Flut von neu gedruckten Euros stellen wird. Die Flut ist ausgelöst durch die massiven Wertpapierkäufe der EZB. Das Resultat: Der Franken ist noch fester geworden, die Einführung von Negativzinsen sollte einen weiteren Anstieg verhindern. Bisher vergebens, darum sprechen auch die hartnäckigen Gerüchte davon, dass die Nationalbank mit Plan B eine nochmalige Verdoppelung der Negativzinsen auf 1.5 Prozent schlagartig einführen kann. Diese Aussichten haben dazu geführt, dass jetzt Schweizerfranken in bar gehortet werden…

Nicht nur vom Mann auf der Strasse, sondern auch von grossen Unternehmungen. Die Nationalbank hat über 40 Milliarden Tausender-Noten ausstehen. Die letzte Zahl datiert vom Herbst letzten Jahres. Und es ist schon bald ein offenes Geheimnis, dass die Druckpressen angeworfen wurden, um vermehrt 1000er-Noten auszuspucken. Als letzter Trumpf bleibt Plan C. Der sieht die Einführung von Kapitalkontrollen vor. Zudem soll schlagartig ein Zwangsumtausch von Tausender-Noten veranlasst werden. Es gibt ein probates Mittel, den Zwang durchzusetzen. Die alten Noten werden durch neue ersetzt, die alten nach einer sehr kurzen Umtauschzeit als ungültig erklärt. Und als besondere Verschärfung sollen ausländische Besitzer von 1000er-Schweizernoten mit einem Abzug von 20 Prozent „bestraft“ werden. Auch wenn es erst Gerüchte sind, haben sie in den letzten Tagen dazu geführt, dass neue Hortungen mit der 200er Schweizer Banknote vorgenommen werden. Beobachter meinen, dass diese Gerüchte in Umlauf gesetzt werden, um den Rush zu 1000er-Noten zu stoppen. Eines der probaten Mittel, der Nationalbank ein Schnippchen zu schlagen, ist weiterhin der Kauf von Immobilien in der Schweiz (man kauft die Holding-Gesellschaft, die die Immobilien kontrolliert) und der direkte Kauf von Schweizeraktien. Beide Maschen werden täglich benützt und in grossem Stil ausgeübt. Wie hat ein Börsianer einmal gesagt: „Hot Money rennt schneller als Saddam Husseins Armee auf dem Rückzug.“ Das schnelle Geld in den Pipelines der globalen Finanzplätze wird weitere Ausweichmöglichkeiten finden…

Die Schweizerische Nationalbank ist im Dilemma. Den Euro auf tiefem Niveau stützen oder weiter fahren lassen? Die Leitzinsen werden unverändert gelassen, aber auch an den Negativzinsen soll (noch) nicht geschraubt werden. Kapitalverkehrs-Kontrollen bleiben als letztes Mittel. Und dazwischen vergrössert sich das Problem mit der Hortung von Franken als Bargeld. 1000er Schweizer Banknoten sind zu den Lieblingen der internationalen Spekulanten und Hedge Institutionen geworden (siehe Internationalen Teil dieser Ausgabe). Tatsache – so Insider – ist, dass die Schweizerische Nationalbank sich fürchtet, auf dem jetzigen Niveau erneut stark zu intervenieren, weil sie – wohl zu Recht – einen weiteren Euro-Tsunami erwartet. Ausgelöst durch die EZB, die Europäische Zentralbank, die jeden Monat 60 Milliarden neu gedruckte Euros auf die Finanzmärkte wirft. Eine verzwickte Situation, die – so unser Insider – an die Quadratur des Zirkels erinnert. Und die ist – im Gegensatz zum Ei des Kolumbus – nicht lösbar…

Die Schweizerische Nationalbank kann den Zustrom von Geldern in den Franken mit den Negativzinsen wohl abbremsen, aber nicht gänzlich stoppen. Denn seit Monaten hatte man dies in den internationalen Finanzkreisen erwartet und nach Auswegen gesucht. Der erfolgreichste war bisher – und wird es wohl bleiben – der Kauf von Schweizer Aktien. Hier winken teilweise attraktive Dividenden und die Anlagen sind von jegwelchen Negativzinsen oder anderen Barrieren oder Restriktionen verschont. Hier könnte nur eine Beschränkung oder Zuteilung von Aktienquoten als Bremse wirken. In den 60er-Jahren (immerhin schon über 50 Jahre her) war dies für kurze Zeit eingeführt. Mit dem Resultat, dass Schweizer Banken mit ihren unbeeinträchtigten Quoten diese – über Aktienkäufe – verschacherten. Das System wurde dann auch schon nach wenigen Monaten wieder abgeschafft. Heute das durchzusetzen, ist unmöglich. Mit dem Optionshandel, Call- und Putgeschäften etc. im In- und Ausland gibt es Dutzende von Ausweichmöglichkeiten, die wie Wasser durch Sand einfach durchsickern und nicht mehr gestoppt werden können…

Das ist auch der Hauptgrund, warum die ausländischen Investoren und Kapitalhalter diesen Weg so konsequent beschreiten. Vor allem die ausländischen Hedge Funds haben seit Monaten auf den Franken gesetzt und mit ihren Aktienkäufen zwei Fliegen auf einen Schlag erlegt: Sie sind „gratis“ im Franken und sie verdienen erst noch an Kursgewinnen und kassieren Dividenden in Franken ein. Ein nicht zu verachtendes Vorgehen…

Autorisierte Quelle: “Geldbrief”, Abonnements mit Rabatt bei www.marketlettercorp.com

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