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Die globalen Folgen des Ölpreisverfalls können derzeit nur geahnt werden

Die Scheichs – dort arbeitet man mit Kosten von nur 4-5 USD/Barrel – können den Ölpreisverfall noch am ehesten aussitzen. Länder wie Russland, der Iran und Venezuela hingegen befinden sich auf direktem Weg in die Staatspleite (Russland benötigt einen Ölpreis von ca. 90 Dollar, der Iran und Venezuela von vermutlich weit über 100 Dollar), nur um die Kosten zu decken. Staatspleiten und damit einhergehende politische Verwerfungen – zum Guten oder Schlechten? – sind vorprogrammiert. Gewinner sind die USA („Re-Industrialisierung“) sowie – zunächst einmal – alle Erdöl-importierenden Nationen. Das weltweite Wirtschaftswachstum könnte sogar um bis zu 0.5% steigen. Aber Vorsicht: Die neue Fracking-Industrie in den USA steht ebenfall auf wackeligen Beinen. Man benötigt auch dort einen Ölpreis von mindestens 60-70 Dollar. Vor allem: Die US-Fracking-Industrie (Lehman und die Immobilien-Verbriefungen lassen grüssen) ist mit dem lockeren Notenbankgeld der letzten Jahre mit ca. 200 Milliarden „Öl-Ramschanleihen“ bis an den Schornstein verschuldet. Durchaus berechtigte Frage: Wo bricht das Kartenhaus zuerst zusammen: In Venezuela, Russland, Iran oder in den USA/Abteilung Fracking-Ramschanleihen?

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