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Was wird aus dem Schweizer Bankplatz

Der schweizerische Finanzmarkt ist im vollen Umbruch. Das Bankgeheimnis ist – so die einhellige Meinung – „Schnee von gestern“. Jetzt muss nur sichergestellt werden, dass vor lauter Eifer und vorauseilendem Gehorsam nicht auf die andere Seite übertrieben wird. Von völliger Verschwiegenheit zu vollständiger Transparenz kann auch nicht die Lösung sein. Das erfolgreiche Schweizer Bankgeschäft fusste immer auf Diskretion und Verschwiegenheit. Das hat nicht nur mit dem Bankgeheimnis zu tun, sondern mit der Art, wie die grossen Vermögen dieser Welt in der Schweiz von verschwiegenen Banquiers gepflegt und gehegt wurden. Und auch in Zukunft so behandelt werden…

Am besten sieht man dies bei den grösseren Vermögen, die meist über den diskreten Standort Schweiz als Family Offices gemanagt werden. Hier ist die globale Verteilung der Anlagen ein erstes Kriterium, danach kommt die  Steueroptimierung. Hier haben sich die Schweizer Bankers über Jahrzehnte ein grosses Knowhow und eine Kompetenz aufgebaut. Dies ist und bleibt das grösste Kapital der Schweizer Banker. Der Finanzplatz Schweiz wird die jetzigen Turbulenzen überstehen. Mit schmerzhaften Erfahrungen – die vor allem pekuniär ins dicke Tuch gehen. Das Problem der Steueroasen ist aber ein globales Problem. Die Schweiz ist also weiterhin im Kampf um die grossen Kapitalien bestens  platziert. Es gilt, diesen Vorteil auszunutzen und sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Wir sind zuversichtlich, dass die Schweiz ihren Platz als Vermögensverwalterin Nummer eins der Welt auch in den kommenden Jahren halten  und gar ausbauen wird…

Der Schweizer Bundesrat hat sich mit der Lex USA arg in die Nesseln gesetzt. Er wollte die Abmachung mit den USA im Parlament durchboxen. Das ist ihm im Ständerat knapp gelungen. Hingegen im Nationalrat – hier spricht die Stimme  des Volkes – hat er eine klare Abfuhr erlitten. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf ist mit ihrer vorprellenden Art („vorauseilender Gehorsam“?) in die Schranken gewiesen worden. Der alte Kampfruf der Eidgenossen hat sich wieder einmal bewährt: „Wir wollen keine fremden Vögte.“ Die Amerikaner, denen ein „Durchwinken“ der Vorlage im Schweizer Parlament quasi garantiert wurde, werden verärgert agieren. Und sicherlich Schweizer Banken wieder einklagen, wobei es als sicher gilt, dass sie sich eine der grösseren Kantonalbanken (Zürich, Basel, St.Gallen) vorknöpfen werden. Es wird an der Schweiz sein, hier die Reihen zu schliessen. „Einer wird angeschossen, alle sind betroffen.“Vorerst müssen die Banken unter sich eins werden, wie sie sich bei der „Daten-Ausplünderung“ durch die USA verhalten wollen. Die nächsten Wochen werden in dieser Hinsicht spannend sein, und auch ihre Schatten auf die Schweizer Börsen werfen…

Die Börse schaut bekanntlich voraus. Das zeigt sich auch jetzt, wo der führende Index SMI („Smiley“) immer mehr seine frühere Eigenständigkeit zurückgewinnt. Zwei Hauptkomponenten spielen mit: die Flucht in den Franken als sichere  Währungsburg und die Ertragskraft vor allem der grossen Multis, die aus der Schweiz heraus agieren. Sie haben sich mit Bravour dem Unbill der Währungsverzerrungen entzogen und unter Führung der schweizerischen Nationalbank (Euro-Stützung durch Auffanggrenze 1.20) ihre internationale Stellung gar ausgebaut. Das wird vom internationalen Anlegerpublikum – von Privaten bis zu den grossen Anlagefonds und Hedgefonds – sehr geschätzt. Entsprechend ziehen die Schweizer Aktien wieder vermehrt die internationale Aufmerksamkeit auf sich. Der Trend dürfte sich weiter verstärken…

Autorisierte Quelle: “Vertraulicher Schweizer Brief”,  Abonnements mit Rabatt bei www.marketlettercorp.com

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