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Spekulative Spezialempfehlungen: Hochzinsunternehmensanleihen

Privatinvestoren wollen wir keine Anleihen empfehlen, sondern raten nach wie vor zum Verkauf. Aber wer für ein Vermögen in Millionenhöhe verantwortlich ist und einen Teil in Zinsanlagen anlegen muss, sollte einen Blick auf attraktive Unternehmensanleihen werfen – immer unter Beachtung eines möglichen Ausfallrisikos. Richtig, die allermeisten Unternehmensanleihen sind nach den Verwerfungen im Staatsanleihensektor (entweder  Minirenditen unterhalb der Inflationsrate oder Papiere von de facto „Pleitestaaten“) mittlerweile überkauft und zu teuer. Scheinbar attraktive Renditen zwischen fünf und sechs Prozent spiegeln daher nicht mehr die eingegangenen Risiken wieder (siehe auch Geldbrief 24/2012). Dennoch – unter bestimmten Voraussetzungen können risikobewusste Anleger mit einem Depot in Millionenhöhe einen Kauf von ausgewählten Unternehmensanleihen in Erwägung ziehen. Insbesondere, wenn es sich um Marktführer ihrer Branche handelt, die sich in einem erfolgversprechenden Turnaroundprozess befinden. Hier ist dann der Aktienkurs der Indikator, der auch für die Käufer der Anleihen die Richtung vorgibt. Bei jährlichen Renditen im zweistelligen Prozentbereich stimmt auch das Chance-Risiko-Verhältnis, so dass Anleger mit Aktienpräferenz durchaus auf solche Anleihen schielen können. Bereits Ende 2011 konnten unsere Leser mit einer ähnlichen Strategie bei Unternehmen wie Grohe und Hapag-Lloyd binnen kürzester Zeit satte Gewinne einfahren (siehe Geldbrief 20/2011 und 21/2011 sowie 04/2012 und 05/2012).

So könnte es auch bei der Anleihe des weltgrössten Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck kommen. Durch die Insolvenz des Wettbewerbers manroland Anfang 2012 wurden erhebliche Überkapazitäten aus dem Markt genommen – zum Vorteil von Heidelberger Druck. Der neue Vorstandsvorsitzende Dr. Gerold Linzbach will mit weiteren Kapazitätsanpassungen und einer neuen Strategie (Verpackungsdruck für hochwertige  Konsumartikel) bis 2014 wieder die Gewinnzone bei diesem SDAX-Unternehmen erreichen. Den Börsianern gefallen diese Aussichten: Die Aktie zog zuletzt deutlich an und steht auf der Kaufliste mehrerer Analysten (Commerzbank, NordLB). Bondkäufer schlafen aber bei geringeren Schwankungen und einer Rendite von ca. 12.02 Prozent per annum wesentlich ruhiger. Der Aktionärskreis (RWE, Allianz, SEB Invest) bürgt dabei für Kontinuität und den Erfolg des Turnarounds.

Autorisierte Quelle: “Geldbrief”, Abonnements mit Rabatt bei www.marketlettercorp.com

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1 Kommentar

  1. September 18, 2013    

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ich habe mich ebenfalls intensiv mit dieser Thematik, vor allem jedoch mit dem <a href=http://www.anleihen-geldanlage.de>Anleihenmarkt</a>, beschäftig. Dazu kann ich nur sagen, dass dieser in der Regel stark unterschätzt wird. Viele Menschen sind sich über die immense Bedeutung von Anleihen nicht bewusst. Im Hintergrund stellt der Anleihenmarkt die Hauptfinanzierungsquelle für Unternehmungen dar. Zeitgleich ist er der größte Markt der Geldanlage. Das Anlagevolumen welches im globalen Anleihenmarkt steckt, übertrifft das Welt-BIP bei weitem. Anleihen stellen sicherlich eine interessante Möglichkeit zur Geldanlage dar, man darf hierbei jedoch nicht auf die zwei Hauptrisiken vergessen. Dem Zinsrisiko, welches gerade in der aktuellen Zeit immer aktueller wird, sowie dem Emittentenrisiko. Dieses Risiko wird in der Regel vollkommen unterschätzt. Wenn man zukünftig vor einem Anleihenkauf vor allem auf dem Emittenten achtet und nicht von der Gier nach Verzinsung sich beeinflussen lässt, stellen auch sicherlich zukünftig eine gute Art zur Geldanlage dar.

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