Exclusive News behind the News, by G. Kurtz and others worthy to be copied

Recht vertraulich: „The Golden Dilemma“

So der Titel einer neuen Studie, in der sich die Ökonomen Claude Erb und Campbell Harvey mit den Argumenten auseinandersetzen, die seit Jahren rund ums Gold, insbesondere für eine Investition in Gold, gehandelt werden. Interessanterweise bestätigt die Studie, was wir Ihnen an dieser Stelle bereits mehrfach – entgegen den allgemeinen Mainstream der Boulevardmedien – ausführlich erläutert haben: Nämlich dass der Mythos, wonach Gold vor allem Inflationsschutz bietet, so grundsätzlich nicht stimmt (siehe auch Geldbrief 07/2008: Goldige Zeiten?).

Auch andere Thesen zu Gold werden hier kritisch hinterfragt und sogar widerlegt: So lasse sich anhand der analysierten Daten nicht belegen, wonach Gold sinnvoll als „Währungsabsicherung“ genutzt werden könne. Auch lasse sich nicht belegen, dass Gold insbesondere dann attraktiv sei, wenn bei anderen Asset-Klassen die realen Renditen gegen Null tendierten (also auch insoweit fragwürdiger Diversifikationseffekt). Auch sehen die Autoren die Thesen skeptisch, wonach Gold = Geld (de facto Goldstandard) sei und was sonst noch zum angeblichen „Schattenpreis“ von Gold zum Besten gegeben wird.

Aber bitte keine voreiligen Rückschlüsse: Es spricht für die Objektivität der Studie, dass die Autoren gleichwohl davon ausgehen, dass der Goldpreis noch beträchtliches Preispotential nach oben hat. Denn dafür sprechen gewichtige Argumente:

Nochmals Mythos Inflationsschutz: Objektiv kein Inflationsschutz, aber die Autoren vermuten (wohl zu Recht), dass der Goldpreis schon allein deswegen steigt, weil die Investoren mehrheitlich GLAUBEN, dass es so sei. Also steigt der Goldpreis, wenn die Inflationsangst gross ist – ob nun zu Recht oder nicht. Allerdings belegen die Autoren – und auch das stützt unsere hier seit Jahren vertretene These, wonach physisches Gold bis zu 10-20% quasi als „Versicherung“ für den Supergau in jedes gut diversifizierte Depot gehört – auch, dass Gold sich immer dann bewährt habe, wenn Hyperinflationsszenarien wie beispielsweise in der Weimarer Republik zu überstehen gewesen sind. Dann, nur dann, komme Gold nachgewiesenermassen auch Inflationsschutz zu.

Zusätzliche Goldnachfrage: Ferner belegen die Autoren, dass z.B. allein die Bric-Notenbanken gemessen an ihren Fremdwährungsreserven noch immer in Gold unterinvestiert sind. Allein von Seiten der Notenbanken – für die es immer schwieriger wird, in „sichere“ Währungen zu investieren – erwarten die Autoren ständig steigende Nachfrage. Und auch von den privaten Investoren: Wenn die traditionellen Portfolios den Goldanteil auf durchschnittlich nur 2% erhöhen würden, müssten insgesamt 34’000 Tonnen Gold zugekauft werden. Ok, wenn – wie immer. Aber unsere These, als Krisenschutz zu 10-20%, aber eben auch nicht mehr, in Gold investiert zu sein, in privater Hand und möglichst verteilt auf mehrere Schliessfächer in mehreren Ländern, erhalten wir aufrecht – ohne Wenn und Aber! Und nochmals: Der Kauf physischen Golds ist (in Deutschland) mehrwertsteuerfrei, und Gewinne sind nach wie vor nach Ablauf der „alten“ Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei. Auch das sind (noch) zusätzliche „Bonbons“, die für Gold sprechen. © jur. Muc 2012

Autorisierte Quelle: “Geldbrief”, Abonnements mit Rabatt bei www.marketlettercorp.com

Betreff Gold: Siehe auch Gold-Report

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1 Kommentar

  1. Juli 7, 2013    

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ich beschäftige mich gerade auch intensiv mit dem Thema <a href=http://www.gold-investment-info.de>Gold!</a> Gold wurde in so kurzer Zeit vom „beliebtesten“ zum meist „gehassten“ Investment. Immer wenn ich so etwas lese, reizt es mich noch mehr in solch Asset Klassen zu investieren. Der aktuelle Goldpreisrückgang ist charttechnisch gesund … ich befürchte sogar, dass ein bewusster Kursrückgang erfolgen musste / sollte / soll … Gold wurde im letzten Jahrzehnt einfach zu stark, beinahe kann man es als Gegenpol zum herkömmlichen Papiergeldsystem verstehen. Zur aktuellen Goldpreisentwicklung kommt der prophezeite Fed-Gelddruck-Ausstieg auch gelegen … bevor ich diese Ansage jedoch glaube, will / muss ich es erst sehen. Schlussendlich finde ich selbst, dass ein bewusster „geringer“ Prozentsatz an Edelmetallen, hier vor allem Gold, in keinem Depot fehlen sollte … sei dies auch nur als Absicherung gegen das Schlimmste – Gold muss man wie eine Versicherung sehen – man hofft ganz einfach, dass der Extremfall nicht eintritt – und wenn doch, kann man auf Gold / die Versicherung zurück greifen.

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